Betrieb und Kontrolle in einer Hand.
Jede Sekunde entscheidet irgendwo ein System darüber, ob ein Mensch bezahlen kann. Dass diese Antwort „ja“ lautet — zuverlässig, sicher und regelkonform —, ist mein Beruf. Und nach zwanzig Jahren finde ich ihn immer noch spannend.
Als Chief Operations Officer der Novalnet AG verantworte ich den Betrieb eines von der BaFin lizenzierten Zahlungsinstituts: die Prozesse, mit denen Zahlungen angenommen, autorisiert, abgerechnet und ausgezahlt werden, und die Organisation, die das jeden Tag über fünf Standorte in München, London, New York, Chennai und Bangalore hinweg leistet. Als Prokurist bin ich zeichnungsberechtigt; als Compliance-Beauftragter nach ZAG-MaRisk und stellvertretender Geldwäschebeauftragter verantworte ich zusätzlich die Kontrollseite.
Diese Doppelrolle ist unbequem — und genau deshalb richtig. Kontrollen, die den Betrieb nicht kennen, werden zu Papier. Betrieb, der die Regeln nicht kennt, wird zum Risiko. Der spannendste Teil der Arbeit liegt exakt dazwischen: dort, wo aus einer Vorschrift ein Prozess wird, den Menschen morgens tatsächlich anwenden können.
„Vertrauen entscheidet — gerade beim Bezahlen.“
Was mich an dieser Branche hält
Payment ist die einzige Disziplin, in der Technik, Recht, Psychologie und Geld gleichzeitig auf demselben Tisch liegen. Ein Checkout entscheidet in 300 Millisekunden über einen Kauf. Ein Regulierungstext entscheidet über die nächsten drei Jahre Roadmap. Und eine gute Kontrolle entscheidet darüber, ob ein Betrugsversuch auffällt, bevor er Geld kostet. Diese Gleichzeitigkeit macht die Arbeit anspruchsvoll — und ehrlich gesagt: Sie macht Spaß.
Besonders schön sind die Momente, in denen ein Konzern seine Zahlungsströme umstellt und danach niemand mehr darüber spricht, weil einfach alles läuft. Bei der HILTI Group war das so, über SAP Digital Payments Add-On und SAP Commerce Cloud, über Ländergrenzen hinweg. Solche Projekte sind der Grund, warum ich morgens gern anfange.
Wie ich arbeite
Führung heißt bei mir: Verantwortung sichtbar machen
Ein Zahlungsinstitut lebt von Menschen, die im Zweifel selbst entscheiden können — nachts, wenn eine Zahlart ausfällt, oder mittags, wenn ein Prüfer eine Frage stellt. Deshalb investiere ich mehr Zeit in klare Zuständigkeiten und gute Dokumentation als in Statusrunden. Wer weiß, wofür er verantwortlich ist, braucht keine Freigabekette.
Und weil Vertrauen nicht behauptet, sondern belegt wird: TÜV-geprüfte Prozesse, eine ESG-Zertifizierung mit der Bewertung „gut“, seit September 2025 die eigene Visa Principal Membership. Drei Nachweise, die man vorzeigen kann, wenn Konzerne wie Airbus oder HILTI fragen, warum sie ihre Zahlungsströme in unsere Hände legen sollten.
Stationen
- seit April 2007Chief Operations Officer (COO)Novalnet AGOperativer Betrieb, Compliance und Regulatorik eines BaFin-lizenzierten Zahlungsinstituts; Schwerpunkte u. a. Geldwäscheprävention und Finanzwesen.
- April 2016 – Dezember 2024UnternehmensinhaberAuskunftsservice Deutschland UGSelbstständige Nebentätigkeit, München (Remote).
- November 2003 – März 2007Junior Account Managerafendis AG, MünchenErste Station im Zahlungs- und Sicherheitsumfeld.
Münchner Kindl mit rheinischem Vater und französischer Mutter
Aufgewachsen bin ich in München — mit einem Vater aus Nordrhein-Westfalen und einer französischen Mutter. Zu Hause wurden zwei Sprachen gesprochen, und zwar gleichzeitig: Deutsch und Französisch. Wer so groß wird, lernt früh, dass dieselbe Sache in zwei Sprachen auch zwei Perspektiven hat. Für einen Beruf, in dem europäische Regeln in nationale Prozesse übersetzt werden müssen, ist das ein ziemlich guter Startvorteil.
Ich hatte eine liebevolle Kindheit — dafür bin ich meinen Eltern bis heute dankbar. Und ich habe großes Glück: Ich bin stolzer Ehemann einer wundervollen Frau und Vater von drei wunderbaren Kindern. Diese drei sind übrigens die härtesten Prozessprüfer, die ich kenne: Sie merken sofort, wenn eine Regel nicht begründet ist.
Dass diese Website auf Deutsch, Englisch und Französisch erscheint, ist deshalb keine Marketingentscheidung, sondern einfach meine Biografie.
